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Theodor Mommsen

by Stefan Rebenich

ISBN 3406492959 / 9783406492952 / 3-406-49295-9
Publisher C.H.Beck
Country Germany
Language German
Edition Hardcover
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Book summary

Theodor Mommsen gehört zweifellos zu den bedeutendsten Historikern der deutschen Geistesgeschichte. Dabei war es nach seiner eigenen Einschätzung bloßer Zufall, dass ihm die Geschichte zum Beruf wurde. Tatsächlich beginnt er seine wissenschaftliche Laufbahn 1843 mit einer juristischen Promotion, bevor er sich nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt in Italien mehr und mehr der Geschichtswissenschaft verschreibt -- und 1848 schließlich dem Ruf an die Universität Leipzig folgt. Dies, obwohl er sich selbst in der Rückschau angeblich für nur mäßig begabt hielt, zumindest wenn man seiner berühmten Testamentsklausel von 1899 glauben will, in der er zu Protokoll gab: "Das schmerzliche Gefühl der Unzulänglichkeit meiner Leistungen, mehr zu scheinen, als zu sein, hat mich durch mein Leben nicht verlassen."

Über die Größe seiner wissenschaftlichen Leistungen freilich war die Fachwelt anderer Meinung. Denn für seine zwischen 1854 und 1856 erschienene Römische Geschichte erhielt er 1902 den Nobelpreis für Literatur. Doch auch auf anderem Gebiet hat Mommsen -- und noch mehr seine Frau! -- Großes geleistet: Das Ehepaar hatte 16 Kinder. Das war auch für damalige Verhältnisse eine stattliche Anzahl.

Stefan Rebenich ist mit seinem angenehm ungeschwätzigen, niemals langweiligen Buch, das den Wissenschaftler ebenso wie den nicht immer sonderlich umgänglichen Menschen vor dem Auge des Lesers lebendig werden lässt, die erste Biografie des großen Historikers Theodor Mommsen gelungen, die diesen Namen auch verdient. Ein Werk zum 100. Todestag am 11. November 2003, das sich durch seine -- fast möchte man sagen: noble -- Souveränität im Urteil auszeichnet, die keine Seite der (im Übrigen offensichtlich zyklothym-depressiven) Persönlichkeit weder überzeichnet noch zudeckt. Für Freunde der biografischen Literatur eine ebenso lehrreiche wie unterhaltsame, über weite Strecken sogar spannende Lektüre! --Andreas Vierecke [via]