ISBN is

978-3-928983-96-9 / 3928983962

Die Liebe des Plato.

by Leopold von Sacher-Masoch

Edition:Softcover

Language:German

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About the book:

Der Name Leopold von Sacher-Masoch ist heutzutage vor allem mit dem Begriff Masochismus verknüpft, also jener berüchtigten erotischen Spielart, bei der das Zufügen von Schmerz zu einem gesteigerten Lustempfinden führt. 1870 hatte Sacher-Masoch einen Novellenzyklus über die Liebe publiziert, der neben der notorischen Darstellung einer grausamen Frau in Venus im Pelz auch den gänzlich anders gearteten, gleichermaßen außerordentlichen Fall der Liebe des Plato enthält. Diese Novelle, die hier in der kommentierten und mit einem informativen Nachwort versehenen bibliophilen Ausgabe des MännerschwarmSkript Verlages vorliegt, ist seit den 20er-Jahren in keiner Einzelausgabe mehr erhältlich gewesen und folgt der Erstausgabe von 1870.

Die Novelle ist eigentlich ein kleiner Briefroman, eingebettet in einen erzählerischen Rahmen, der die in den Briefen sich entwickelnde Homoerotik thematisch bereits geschickt andeutet. Der namenlose Icherzähler muss bei einem Besuch der Gräfin Tarnow erstaunt feststellen, dass deren abwesender Sohn Henryk verheiratet gewesen war und sich jetzt von seiner Ehefrau getrennt hat. Der Erzähler hatte in Henryk immer einen "Weiberfeind" gesehen, jemand, der den Frauen gerne auswich und die Männer hingegen "mit einer Zartheit und Liebenswürdigkeit wie die Andern unsere Damen" behandelte. Die Mutter gibt dem Erzähler daraufhin einen Packen Briefe zu lesen, die ihr Henryk aus seiner Soldatenzeit geschrieben hat.

Aus diesen Briefen, die seine geheimsten Gedanken an die mütterliche Vertraute erhalten, erfahren wir, was es mit der Liebe des Plato auf sich hat. Seit der Lektüre von Platos Gastmahl hat Henryk nicht nur den Spitznamen Plato erhalten, er hat sich auch ganz dem Ideal der geistigen gleichgeschlechtlichen männlichen Liebe verschrieben. Dieses Ideal sieht er in dem geheimnisvollen Anatol verwirklicht, nicht ahnend, dass es sich hierbei um eine als Mann verkleidete Frau handelt, eben jene, mit der er später eine unglückliche Ehe führen soll. Henryk besinnt sich aber auf sein Ideal und verwirklicht dieses mit seinem Freund, dem deutschen Offizier Schuster. Die Novelle ist eine echte Wiederentdeckung, nicht weil hier sexloses Schwulsein propagiert würde, sondern weil wir in eine verlorene, exotische slavische Welt entführt werden, deren tiefe, melancholische Gefühlswelt uns anrührt. --RJ Poole

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