ISBN is

978-3-15-008149-5 / 9783150081495

Kabale Und Liebe (Universal-Bibliothek ; Nr. 8149: Erlauterungen und Dokumente) (German Edition)

by

Publisher:Philipp Reclam Jun Verlag GmbH

Edition:Softcover

Language:German

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About the book:

Intrigue and Love (sometimes Love and Intrigue, Love and Politics or Luise Miller), (German, Kabale und Liebe, literally Cabals and Love), is a five-act play, written by the German dramatist and writer Friedrich Schiller. It was his third play and shows how cabals and their intrigue destroy the love between Ferdinand von Walter, a nobleman's son, and Luise Miller, daughter of a middle-class musician.

Personen:

Praesident von Walter, am Hof eines deutschen Fuersten.
Ferdinand, sein Sohn, Major.
Hofmarschall von Kalb.
Lady Milford, Favoritin des Fuersten.
Wurm, Haussecretaer des Praesidenten.
Miller, Stadtmusikant oder, wie man sie an einigen Orten
nennt, Kunstpfeifer.
Dessen Frau.
Luise, dessen Tochter.
Sophie, Kammerjungfer der Lady.
Ein Kammerdiener des Fuersten.
Verschiedene Nebenpersonen.




Erster Akt.



Erste Scene.

Zimmer beim Musikus.


Miller steht eben vom Sessel auf und stellt sein Violoncell auf die
Seite. An einem Tisch sitzt Frau Millerin noch im Nachtgewand und
trinkt ihren Kaffee.


Miller (schnell auf- und abgehend). Einmal fuer allemal! Der Handel
wird ernsthaft. Meine Tochter kommt mit dem Baron ins Geschrei.
Mein Haus wird verrufen. Der Praesident bekommt Wind, und kurz und
gut, ich biete dem Junker aus.

Frau. Du hast ihn nicht in dein Haus geschwatzt--hast ihm deine
Tochter nicht nachgeworfen.

Miller. Hab' ihn nicht in mein Haus geschwatzt--hab' ihm 's Maedel
nicht nachgeworfen; wer nimmt Notiz davon?--Ich war Herr im Haus.
Ich haett' meine Tochter mehr coram nehmen sollen. Ich haett' dem
Major besser auftrumpfen sollen--oder haett' gleich Alles Seiner
Excellenz, dem Herrn Papa, stecken sollen. Der junge Baron bringt's
mit einem Wischer hinaus, das muss ich wissen, und alles Wetter kommt
ueber den Geiger.

Frau (schluerft eine Tasse aus). Possen! Geschwaetz! Was kann ueber
dich kommen? Wer kann dir was anhaben? Du gehst deiner Profession
nach und raffst Scholaren zusammen, wo sie zu kriegen sind.

Miller. Aber, sag mir doch, was wird bei dem ganzen Commerz auch
herauskommen?--Nehmen kann er das Maedel nicht--Vom Nehmen ist gar die
Rede nicht, und zu einer--dass Gott erbarm?--Guten Morgen!--Gott, wenn
so ein Musje von sich da und dort, und dort und hier schon
herumbeholfen hat, wenn er, der Henker weiss! was als? geloest hat,
schmeckt's meinem guten Schlucker freilich, einmal auf suess Wasser zu
graben. Gib du Acht! gib du Acht! und wenn du aus jedem Astloch ein
Auge strecktest und vor jedem Blutstropfen Schildwache staendest, er
wird sie, dir auf der Nase, beschwatzen, dem Maedel Eins hinsetzen und
fuehrt sich ab, und das Maedel ist verschimpfiert auf ihr Lebenlang,
bleibt sitzen, oder hat's Handwerk verschmeckt, treibt's fort. (Die
Hand vor der Stirn) Jesus Christus!

Frau. Gott behuet' uns in Gnaden!

Miller. Es hat sich zu behueten. Worauf kann so ein Windfuss wohl
sonst sein Absehen richten?--Das Maedel ist schoen--schlank--fuehrt
seinen netten Fuss. Unterm Dach mag's aussehen, wie's will. Darueber
guckt man bei euch Weibsleuten weg, wenn's nur der liebe Gott
parterre nicht hat fehlen lassen--Stoebert mein Springinsfeld erst
noch dieses Kapital aus--he da! geht ihm ein Licht auf, wie meinem
Rodney, wenn er die Witterung eines Franzosen kriegt, und nun muessen
alle Segel dran, und drauf los, und--ich verdenk's ihm gar nicht.
Mensch ist Mensch. Das muss ich wissen.

Frau. Solltest nur die wunderhuebsche Billeter auch lesen, die der
gnaedige Herr an deine Tochter als schreiben thut. Guter Gott! da
sieht man's ja sonnenklar, wie es ihm pur um ihre schoene Seele zu
thun ist.

Miller. Das ist die rechte Hoehe. Auf den Sack schlaegt man, den Esel
meint man. Wer einen Gruss an das liebe Fleisch zu bestellen hat,
darf nur das gute Herz Boten gehen lassen. Wie hab' ich's gemacht?
Hat man's nur erst so weit im Reinen, dass die Gemuether topp machen,
wutsch! nehmen die Koerper ein Exempel; das Gesind macht's der
Herrschaft nach,

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